Solarjahr 2026: Preisschock, Modulpreise steigen und die Gefahr eines Marktstillstands
- Sun Collector
- 21. Jan.
- 1 Min. Lesezeit
Das Solarjahr 2026 beginnt abrupt. Nach monatelang stabilen Modulpreisen und einem ruhigen Jahresausklang erleben wir bereits zu Jahresbeginn massive Verwerfungen im Photovoltaik-Markt. Auslöser ist die ab April geplante Streichung chinesischer Exportvergünstigungen. Was realistisch eine moderate Verteuerung bedeutet hätte, wird aktuell von vielen Herstellern und Händlern genutzt, um Preise drastisch anzuheben – teils um 20 bis 30 Prozent.
Diese Entwicklung steht in keinem Verhältnis zu den tatsächlichen Kostensteigerungen bei Vorprodukten wie Silizium, Glas oder Aluminium. Vielmehr versuchen Produzenten, vor Inkrafttreten der neuen Regelungen möglichst hohe Margen zu realisieren und Verluste aus den vergangenen Niedrigpreisjahren zu kompensieren. Kurzfristig mag das funktionieren – nachhaltig ist es nicht. Schon jetzt zeigt sich, dass die Nachfrage unter den stark gestiegenen Preisen leidet.
Besonders kritisch ist die Situation in Europa. Der Markt verlagert sich zunehmend von Kleinanlagen hin zu Gewerbe- und Freiflächenprojekten, die extrem preissensibel sind. Bereits beim bisherigen Preisniveau waren viele Projekte nur knapp wirtschaftlich darstellbar. Weitere Preissteigerungen drohen, zahlreiche Planungen zu stoppen – insbesondere dort, wo Anlagen ausschließlich über das EEG finanziert werden.
Wenn der Photovoltaik-Markt 2026 nicht ausgebremst werden soll, braucht es jetzt Augenmaß bei den Modulpreisen und endlich Fortschritte beim Bürokratieabbau. Verzögerte Netzzusagen und Genehmigungen wirken in Kombination mit steigenden Kosten wie ein Marktstopp. Bleiben jedoch eine verlässliche EEG-Vergütung und realistische Ausschreibungsbedingungen erhalten, kann der aktuelle Umbruch auch eine Chance sein – für einen stabilen, professionellen und zukunftsfähigen Solarmarkt statt einer Rückkehr zu fossilen Energien.
Solarjahr 2026: Preisschock, Modulpreise steigen und die Gefahr eines Marktstillstands






Kommentare